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Klassische Musik und Oper von Classissima

Felix Mendelssohn

Freitag 9. Dezember 2016


nmz - neue musikzeitung

gestern

„Videospiele“ am Rand der „Gegenwartsmusik“. Eine Fachtagung an der HMT Leipzig

nmz - neue musikzeitungParallel zur Eröffnungsveranstaltung des „Zentrums für Gegenwartsmusik“ (ZfGM) und des Musikalischen Kultursalons an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ gab es am 2. und 3. Dezember die Fachtagung „Videospiele. Interdisziplinäre Perspektiven“. Das hätte ideal gepasst als eine der ersten Legitimationen des neuen ZfGM, stand jedoch ebenso außerhalb des Spektrums wie die Doppelpremiere von Henzes Funkopern „Ein Landarzt“ und „Das Ende einer Welt“ des Studiengangs Musiktheater. Hauptbild:  Weiterführende Informationen:  Videospiele: Interdisziplinäre Perspektiven Weiterlesen

ouverture

20. November

Karl Richter Edition (Hänssler Profil)

Was für ein Schatzkästlein! Auf 31 CD finden sich in dieser Box viele jener Aufnahmen, mit denen Karl Richter (1926 bis 1981) berühmt geworden ist. In Freiberg aufgewachsen, sang der Pfarrerssohn im Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger und wurde dann in den 40er Jahren der letzte Schüler von Karl Straube. Er studierte in Leipzig am Kirchenmusikalischen Institut bei Günther Ramin und wurde 1949 Thomasorganist. Dennoch entschied er sich 1951, der DDR den Rücken zu kehren.  Letztendlich wurde er Kantor an der Markuskirche in München, und erschuf sich dort mit dem Münchner Bach-Orchester und dem Münchner Bach-Chor seine musikalische Welt. Kon- zertreisen führten ihn in viele Länder der Erde, in die USA übrigens ebenso wie in die Sowjetunion. An seinen Aufführungen und Schallplatten- aufnahmen wirkten die besten Solisten seiner Zeit mit. Als man Richter dann das Amt des Thomaskantors antrug, lehnte er ab – was er in München aufgebaut hatte, das wollte er nicht mehr aufgeben. Die hohe Arbeitsbelastung allerdings ruinierte die Gesundheit des Musikers; er starb im Alter von nur 54 Jahren an Herzversagen.  Was bleibt? Diese Box gibt eine Anwort darauf. Sie enthält berühmte Auf- nahmen, von Bachs Brandenburgischen Konzerten und Orchestersuiten bis zu Haydns Sinfonien und von Mozarts Requiem bis hin zu Arien von Händel oder Mendelssohn Bartholdy. Matthäus-Passion, Weihnachts- oratorium, h-Moll-Messe, Magnificat und etliche Kantaten Bachs sind ebenso zu hören wie die Cembalo-Konzerte, die Goldberg-Variationen, die Partiten BWV 825-830, das Musikalische Opfer und einige Orgelwerke Bachs. Mit Aurèle Nicolet spielte Richter Mozarts Flötenkonzerte ein, und Flötensonaten von Johann Sebastian Bach wie von seinem Sohn Carl Philipp Emanuel Bach. Auch Händels Orgelkonzerte sind enthalten, und die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz.  Richters Musikauffassung stammt aus dem Zeitalter vor der historischen Aufführungspraxis. Mit Engagement, Neugier und Tiefgang hat er Werke überwiegend aus dem Bereich der „Alten“ Musik erkundet, und mit Sach- verstand und Begeisterung Musiker wie Publikum inspiriert. Natürlich mag aus heutiger Sicht manches überholt sein, aber an Ausdruck und Eindrück- lichkeit ist Richter kaum zu übertreffen. Diese alten Aufnahmen haben eine Aura, der man sich nicht entziehen kann – und die man bei sehr vielen neuen Einspielungen leider vermisst.






Crescendo

8. November

Das Aufnahme-Talent - Richard Itter

Richard Itter (1928–2014) ist ein legendärer Name in der britischen Tonträgerszene. Er begann Ende der 1950er-Jahre in einem an seine Wohnung angebauten Studio, Aufnahmen mit unbekannter und unterschätzter britischer Musik zu machen, und gründete das Label Lyrita, dessen künstlerische Geschicke er ein halbes Jahrhundert lang steuerte. Durch eine Vereinbarung mit Decca wurde es ihm möglich, mit erstklassiger Tontechnik und -technikern die besten englischen Orchester und führenden Dirigenten wie Adrian Boult, Norman Del Mar oder Vernon Handley aufzunehmen. Seinem Engagement war es zu verdanken, dass Komponisten wie John Foulds, Edmund Rubbra, Ernest John Moeran, Arnold Bax, Alan Rawsthorne, Gerald Finzi, George Lloyd, Daniel Jones, Havergal Brian, John Ireland, Arthur Bliss oder Alun Hoddinott mit ihren Orchesterwerken endlich gebührend wahrgenommen wurden. 2006 wurde Lyrita Teil des Wyastone Estate, der auch das Label Nimbus übernahm, und der gesamte historische Katalog wurde wiederveröffentlicht. Nach Itters Tod hat man sich nun seines privaten Archivs angenommen, für welches er ab Anfang der 1950er-Jahre Liveübertragungen der BBC in bester Qualität mitschnitt, und veröffentlicht von den beim Sender längst gelöschten Aufnahmen von ca. 1.500 Werken eine Auswahl in der „Itter Broadcast Collection“. Damit tut sich ein Schattenspektrum der britischen Musik auf, das selbst engagierteste Kenner, Sammler und Liebhaber nie erwartet haben dürften. Die bisher knapp 20 Alben umspannen ein weites Spektrum. So ist die Oper mit einer 1956er-Studioaufnahme von Vaughan Williams’ Vierakter Sir John in Love, dem narrativ unterhaltsamen The Lodger von Phyllis Tate (1911–1987) und vor allem der wirklich umwerfenden Burleske Jolly Roger von Walter Leigh vertreten – Letzterer, ein Hindemith-Schüler, war 1936 von den Deutschen mit einer Mendelssohn-Ersatzmusik zu Shakespeares Sommernachtstraum beauftragt worden und fiel 1942 im Kriegseinsatz. Sein humoristischer Jolly Roger bereitet zeitloses Vergnügen. Natürlich ist in England auch die oratorische Musik gewichtig mit von der Partie: Granville Bantocks epischer Omar Khay’yám unter Norman Del Mar; Arthur Bliss selbst dirigierend mit seinen hoch dramatischen Beatitudes von 1961; von Anthony Milner (1925 – 2002) sind unter Leitung von Meredith Davies das Lied des Echnaton mit Janet Price und das Magnum Opus The Water and the Fire von 1961 zu hören – eine faszinierende Begegnung mit einem Meister der freitonalen Gesangspflege; von Lennox Berkeley gibt es mit dem Stabat Mater und dem späten Magnificat zentrale Werke, teils unter Leitung des Komponisten; und endlich Peter Racine Frickers überwältigende Vision of Judgement, gekoppelt mit der späten 5. Sinfonie mit Orgelsolo unter Colin Davis – Fricker galt in den 1950er-Jahren als großer Hoffnungsträger der freitonalen englischen Musik und ist unbedingt zur Kenntnis zu nehmen. Während noch keine Kammermusik in der Itter Collection erschienen ist, nimmt selbstverständlich das Orchester zentralen Raum ein: Hier kann man die pointillistischen Dodekafonisten Humphrey Searle und Iain Hamilton studieren, den kunstreichen Eklektiker William Wordsworth und endlich den innigen Schwanengesang, die wundervoll konzentrierte 2. Sinfonie des als Lehrer von Bliss, Cooke oder Bernard Stevens bekannten Cyril Rootham (1875–1938) bewundern. Hinreißend die Alben mit fesselnden Sinfonien des Hindemith-Schülers Arnold Cooke (Nr. 4 & 5) und des immer mehr sich Sibelius annähernden, fast improvisatorisch wild aufblühenden Arthur Butterworth (Nr. 1, 2 & 4). Hinzu kommen drei sehr reizvolle gemischte Alben: Violinkonzerte von Arthur Benjamin, Ernest John Moeran (mit Alfredo Campoli) und Arnold Bax (mit André Gertler); das Boyd Neel Orchestra mit Streicherwerken von Arthur Benjamin, Bernard Stevens, Andrzej Panufnik und Arnold Bax, worunter Stevens’ herrliche Sinfonietta als eines der schönsten Werke der 1940er-Jahre besonders herausragt; und schließlich eine 4-CD-Hommage an den legendären russischen Dirigenten Nikolai Malko (mit Alexander Gauk Begründer der russischen Dirigentenschule) mit Haydns 83. und Bruckners 7. Sinfonie, viel Russischem und einer gigantischen Kodály-Rarität: dem 70-minütigen Singspiel Die Spinnstube in einer autoritativen Darbietung. Die Aufbereitung der gesamten Edition ist vorbildlich, sowohl hinsichtlich der umfassend informierenden, meist von Paul Conway verfassten Booklettexte als auch der durchgehend erstaunlichen Klangqualität. Hier wird Musikgeschichte lebendig. Christoph Schlüren

Felix Mendelssohn
(1809 – 1847)

Felix Mendelssohn (3. Februar 1809 - 4. November 1847) war ein deutscher Komponist, Pianist und Organist. Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik, weltweit erster Dirigent in heutiger Funktion und Gestalt, Gründer der ersten Musikhochschule in Deutschland und „Apostel“ der Werke Händels und J. S. Bachs.



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